Wir sind „Bad“! – Festakt zur Prädikatsverleihung:

Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Erhebung Wörishofens zum „Bad“ wurde dieses besondere Ereignis in unserer Kurstadt am 6. März 2020 mit einem feierlichen Festakt im Kurtheater gewürdigt.

 

von links: Hubert Aiwanger, Ulla Müller, Paul Gruschka
(c) Donath

Neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern besuchten auch viele prominente Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft und sogar einige Kneippianer aus dem Mittleren Feistritztal den Festakt. Moderatorin Ulla Müller vom Bayerischen Rundfunk führte energisch und humorvoll durch die Jubiläums-Veranstaltung.

 

Danke, Pfarrer Sebastian Kneipp!

 

„Die Verleihung des Prädikates „Bad“ war die Folge des erfolgreichen Wirkens von Pfarrer Kneipp und der Tatsache, dass es Menschen gab, die sein Werk nach seinem Tod weitergeführt haben.“
Paul Gruschka, 1. Bürgermeister Bad Wörishofen


Bürgermeister Paul Gruschka hob in seinem Grußwort die Bedeutung Sebastian Kneipps als Begründer der Kurtradition in Bad Wörishofen hervor: Ohne das Wirken des tatkräftigen Pfarrers wäre Bad Wörishofen nicht die weltbekannte Kurstadt von heute, denn mit seinem ganzheitlichen Naturheilverfahren erreichte er zahlreiche Heilsuchende seiner Zeit. Der Zustrom der Kurgäste bedingte die Entstehung verschiedener Beherbergungsbetriebe und Kureinrichtungen. Auch der Vorläufer unseres heutigen Kurparks wurde noch zu Lebzeiten Kneipps im Jahre 1894 eingerichtet. Dadurch, dass der charismatische Pfarrer Kneipp seine Erkenntnisse in mehreren Büchern festhielt und zu seiner Unterstützung außerdem Ärzte nach Bad Wörishofen holte, ermöglichte er weitsichtig die Weitergabe seiner Lehre auch über seinen Tod hinaus.

 

„Ein Aufenthalt in Bad Wörishofen stärkt die Seele.“
Petra Nocker, Kurdirektorin Bad Wörishofen

 

Kurdirektorin Petra Nocker betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Kneippstadt und lobte das Engagement der Bad Wörishofener Bürger, Kurbetriebe und Geschäftsleute. Für das kommende Jubiläumsjahr 2021, in dem Sebastian Kneipps 200. Geburtstag gefeiert wird, kündigte sie mehr als 50 Veranstaltungen an – Führungen, Vorträge, einen Kongress und ein Symposium ebenso wie Theater- und Tanzveranstaltungen und musikalische Highlights.

 

„Ernähren Sie sich gesünder und trinken Sie mehr Wasser!“
Hubert Aiwanger, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident

 

Die Festrede hielt Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident. Er ging in einer kleinen Selbstreflexion auf die 5 Säulen der kneipp’schen Gesundheitslehre ein. Auch würdigte er die Bad-Erhebung Wörishofens als „wichtiges Ereignis“ für die Stadt und bezeichnete Kneipp als „Ikone“ des Gesundheitstourismus. Des Weiteren forderte er wirtschaftliche Entlastungen für Bayerns Leitbranche unter anderem durch eine Senkung der Mehrwertsteuer im Gastronomiebereich und bekundete die Bereitschaft des Freistaats Bayerns, insbesondere für die touristische Entwicklung der Kur- und Heilbäder „viel Geld in die Hand zu nehmen“.

 

Musikalische Glanzlichter


Für die musikalische Umrahmung sorgten das Quintett des Kurorchesters „Musica Hungarica“, das Klarinetten-Trio der Irmgard-Seefried-Sing- und Musikschule und die junge Bad Wörishofener Violinistin Emilia Hoffmann, die mit dem Spiel klassischer Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy begeisterte.

 

„Liebeserklärungen“ an unsere Kurstadt

 

„In Bad Wörishofen wohnen und leben zu dürfen ist für mich jeden Tag ein Lottogewinn und die Zusatzzahl ist Pfarrer Kneipp.“
Petra Brunnenmeier, Bürgerin

 

Zwischen all den Reden und Grußworten kamen mehrere Bad Wörishofener Bürger und Bürgerinnen zu Wort: Sie trugen ihr Statement vor, das sie auf den Aufruf des Kur- und Tourismusbetriebs hin abgegeben hatten, und erzählten, warum Bad Wörishofen für sie so lebens- und liebenswert ist.

Moderatorin Ulla Müller schloss den Festakt mit Petra Brunnenmeiers Statement und folgenden Worten an die Gäste und Bad Wörishofener:

 

„Ich gratuliere Ihnen allen, Sie haben einen Sechser im Lebenslotto!“

 

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