Glück, das man trinken kann

Beliebte Tees nach Kneipp

Eine innerliche Anwendung aus Bad Wörishofen – der Tee „Glücksmomente“

„Meine Mutter hatte immer Kräuter im Haus“, sagt Jochen Reisberger, der Spa-Manager im Hotel Kneippianum. Er erinnert sich: „Bei uns zu Hause wurden die Kräuter frisch aufgebrüht – für Tees in allen Lebenslagen.“ Der groß gewachsene Mann lacht. Reisberger kommt aus einer echten Kneipp-Familie. Seine Eltern betrieben ein kleines Kurheim, der Vater leitete eine Praxis für Physiotherapie, die Mutter war Kneipp-Bademeisterin. Bei dieser Vergangenheit nimmt es nicht Wunder, dass Reisberger das Kneipp-Spa leitet …

Doch nicht jeder ist mit diesen Kenntnissen groß geworden. Im Supermarkt kann man frische Kräuter kaufen, klar. Aber nicht alle können gleichermaßen unkompliziert zu einem Tee gebrüht werden. Wenn es dann noch darum geht, die Effekte einzelner Kräuter zu kennen – und so zu mischen, dass eine neue Wirkung entsteht, die zudem auch angenehm schmeckt, da ist man als Nicht-Kneipp-Kind schnell am Ende seines Lateins.

Im Folgenden stellen wir fünf heilsame Kräutertees vor, die nach unseren Anweisungen leicht zuzubereiten sind. Bei einem der Tees handelt es sich um eine „innere Anwendung“ aus Bad Wörishofen – Glück, das man trinken kann:

5 beliebte Kräutertees nach Sebastian Kneipp

Baldrian: Seine Heilkraft sitzt in den Wurzeln, die werden im Herbst geerntet. Schon Hippokrates, der Urvater der Medizin, schwor auf die Heilkräfte der „Wunderwurzel“. Baldrian wirkt bei allgemeiner Unruhe und Schlafstörungen.

2-3 Gramm der getrockneten Wurzel mit heißem Wasser übergießen, 10-15 Minuten stehen gelassen und dann durch ein Teesieb gießen. Den Tee abends vor dem Schlafengehen trinken.

Fenchel: Bereits in den medizinischen Papyrus-Rollen Ägyptens wird der Fenchel beschrieben. Heute gibt es zwei Hauptanwendungsgebiete: Die in den Früchten enthaltenen ätherischen Öle wirken krampflösend und blähungstreibend, zudem befreien sie die Atmungsorgane von festsitzendem Schleim.

2-5 g der Früchte (1 Teelöffel entspricht etwa 2,5 g) vor dem Gebrauch zerdrücken und mit siedendem Wasser übergießen, 10-15 Minuten abgedeckt stehen lassen, dann durch ein Teesieb geben.

Kamille: Wohl ein jeder hat schon mal bei Magen- und Darmerkrankungen die Hilfe einer wärmenden Tasse Kamillentees in Anspruch genommen. Dafür sind verschiedene Wirkstoffgruppen verantwortlich: Die wasserlöslichen Flavonoide befinden sich vor allem im Tee, er enthält die „Seele der Kamille“.

2-3 Gramm Kamillenblüten (1 Teelöffel entspricht etwa 1 Gramm) mit siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten durch ein Teesieb geben.

Salbei: Kneipp schätzte ihn: „Wer ein Gärtchen beim Hause hat, wird, wenn er es anlegt, den Salbeistock nicht vergessen!“ Stark aufgebrüht und wieder abgekühlt hilft Salbei-Tee gegen übermäßiges Schwitzen. Frisch aufgebrüht, leicht gesüßt vertreibt der Tee auch erste Anzeichen einer Erkältung.

2-3 Gramm der gehackten Blätter (1 Teelöffel entspricht etwa 1,5 g) mit heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten durch ein Teesieb geben.

Glücksmomente: Lemongras, Pfefferminzblätter, Apfelstücke, Kamillenblüten, Fenchel, Erdbeerblätter, Lindenblüten, Ringelblüten – ein Aromen Mix aus Früchten und ätherischen Ölen mit viel Bekömmlichkeit. Schon beim Aufgießen stimmt dieser Tee heiter.

2 Teelöffel mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen. Den 8-10 Minuten in der abgedeckten Tasse ziehen lassen. Am besten ungesüßt genießen.

Infos

Kräutergärten in Bad Wörishofen: Ein Besuch dieser gepflegten Anlagen ist eine schöne Einstimmung auf das Thema Tee.

Glücksmomente: Die Zutaten gut aufeinander abgestimmt, die Wirkung zuverlässig – bestellen Sie trinkbares Glück im Bad Wörishofen Shop. Der Bio-Kräutertee ist einzeln oder im Geschenkset erhältlich und kann auch vor Ort bei der Gäste-Information im Kurhaus erworben werden.

Text: Dirk Lehmann, Fotos: Susanne Baade

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